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Samstag, 17. Juli 2021

Elite-Student in China im Gefängnis gefoltert

Weiyu Wang,  ein ehemaliger Student der Tsinghua-Universität in Peking, wurde im August 2002 von Sicherheitsbeamten auf offener Straße in China entführt. "Sie schlugen mir die Brille vom Gesicht und traten auf meinen Kopf. Diese Gewalttätigkeit überraschte die Passanten."

Wang war sechs Monate lang in Haft und wurde gefoltert, bis er in ein Haftzentrum in Peking verlegt wurde. Nch 14 Jahren Verfolgung floh er aus China in die USA. 

Mehr dazu, einschließlich Video hier.



Dienstag, 1. Juni 2021

"Ob Sie es glauben oder nicht, ich kann Sie totschlagen"

Am 23. Mai 2021 nahm die örtliche Polizei in Guiyang in der  Provinz Guizhou Pastor Yang Hua willkürlich fest. Während seiner Haft verhörte ein Regierungsbeamter Pastor Yang und schlug ihn so heftig, dass ihn das Personal des Rettungsdienstes (EMS) mit einem Krankenwagen in die nächste Notaufnahme brachte.

Insider enthüllten die folgenden Details zum Fall von Pastor Yang:

Zuverlässige Quellen identifizierten den Täter in Zivil nachweislich als Sekretär des Bezirks Yunyan der Zentralen Kommission für Politik und Recht. Laut einem Insider konnte der Sekretär keine Beweise dafür finden, dass Pastor Yang Hua illegale Handlungen begangen hat, dennoch verlor dieser Parteifunktionär die Kontrolle über seine Gefühle. Als er Pastor Yang niederschlug, schrie er: „Glaub es oder nicht, ich kann dich totschlagen.“

„Was immer Sie tun wollen, ist in Ordnung“, sagte Pastor Yang, als er aufstand. „Ich werde mich nicht wehren.

 Der Sekretär begann sofort, Pastor Yang am Hals zu würgen und schlug ihn dann gewaltsam. Als er damit fertig war, Pastor Yang zu verprügeln, stürmte der Sekretär dreist vom Tatort.

Derzeit bleibt Pastor Yang, obwohl er sich in stabilem Zustand befindet, zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus.

Quelle und mehr dazu auf China Aid


Samstag, 11. November 2017

Gedenkmesse in Hongkong für einen Priester, der unter ungeklärten Umständen ums Leben gekommen war

In der Kirche St. Jude in Hongkong fand gestern abend die Gedenkmesse zum zweiten Todestag des Untergrundpriesters Wei Heping statt. Dieser Priester war am 8. November 2016 im Alter von 41 Jahren in China unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Seine Leiche wurde nahe der Stadt Taiyuan (Shanxi) aus dem Fluß Ren geboren.  Die Polizei sprach von Selbstmord, verweigerte aber eine von der Familie geforderte Autopsie.
Die Predigt hielt der emeritierte Bischof von Hong Kong, Kardinal Zen. 

Montag, 31. Oktober 2016

Christen werden von chinesischer Polizei brutal geschlagen

Offenbar wird manchmal brutal gegen Christen von der chinesischen Polizei vorgegangen. In der Provinz Henan wurden am 25. September 2016 mehr als 20 Gläubige von Beamten des Public Security Bureau geschlagen.
Quelle: China Aid

Mittwoch, 18. Mai 2016

Leiter einer Hauskirche in China durch Mitglieder einer Behörde heftig geschlagen

Der  Leiter einer chinesischen Hauskirche in Wenzhou, Er Jiyi,wurde von einer Gruppe der lokalen Kommunistischen Partei heftig geschlagen. Er Jiyi sollte gezwungen werden, eine Klage wegen einem Verwaltungsakt gegen die Kirche zurückzuziehen. Als Er Jiyi sich weigerte, begann ihn Xu Jianyun heftig zu schlagen. Seine Brille fiel vom Kopf und er wurde fast ohnmächtig. Xu hörte erst auf zu schlagen, als andere ihn davon abhielten.  Er Jiyi hat danach den Vorfall schriftlich festgehalten, und sein Bericht ist hier zu lesen (in Englisch).  

Samstag, 21. November 2015

Chinesischer katholischer Priester tot aufgefunden

Der katholische Pater Pedro Yu Heping (40) wurde am 8. November 2015 tot im Fen-Fluß in der chinesischen Provinz Shanxi aufgefunden. Pater Yu betrieb Anfang 2000 ein beliebtes katholisches Nachrichtenportal Tianzhujiao Zaixian, das durch die chinesischen Behörden heruntergefahren worden war.
Pater Yu hatte in einem Seminar der chinesischen katholischen Untergrundgemeinde in der Provinz Hebei studiert und wurde im Jahr 2004 zum Priester der Diözese Ningxia geweiht. Nach einem längeren Auslandsaufenthalt kehrte er nach China zurück und war dort für den katholischen Glauben aktiv.
Quelle: Ucanews via ChinaAid


Sonntag, 1. November 2015

Bundeskanzlerin Merkel wieder einmal in China - Menschenrechte nur ein Wort

Bundeskanzlerin Angela Merkel war Ende Oktober 2015 wieder einmal in China. Bei jedem Besuch spricht sie mehr oder weniger offen und mehr oder weniger pflichtgemäß ganz allgemein die Menschenrechtslage in China an. 

Dabei wird aber offenbar jedem Konflikt aus dem Wege gegangen. Wenn es zu einer konkreten schwersten Verletzung der Menschenrechte kommt, besteht das gemeinsame Interesse der deutschen wie der chinesischen Stellen darin, daraus keinen Fall zu machen, selbst wenn dabei ein deutscher Staatsbürger um sein Leben kommt. Das Bundeskanzleramt handelt jedenfalls so, daß es – mit oder ohne Auftrag – solche Fälle von der Bundeskanzlerin fernhält. 

Das gemeinsame Interesse auf Vermeidung von Konflikten ist stärker als die Suche nach der Wahrheit und ein Einzelfall, in dem man Aufklärung einfordern müßte, wäre nicht willkommen.


                                                       



Auszug aus einem Schreiben des Bundeskanzleramts vom 5.8.2010 als Antwort auf die Mitteilung über einen unnatürlichen Todesfall eines deutschen Bundesbürgers in Peking.
Das Bundeskanzleramt hat das Schreiben "abgewimmelt" und das Auswärtige Amt ebenfalls.

Donnerstag, 24. September 2015

Anwalt Gao Zhisheng berichtet über seine Haft und die Folter

Der bekannte chinesische Rechtsanwalt Gao Zhisheng war vier Jahre in China inhaftiert und wurde im August 2014 aus dem Gefängnis entlassen. Gao ist Christ und verteidigte Mitglieder der verbotenen spirituellen Bewegung Falun Gong und kämpfte für die Landrechte der Bauern.

Bereits im Jahr 2006 wurde Zhisheng der Subversion beschuldigt und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Dann wurde er auf Bewährung entlassen, aber in regelmäßigen Abständen gefoltert. Nachdem seine Familie im Januar 2009 in die USA geflohen war, wurde Gao wieder von Sicherheitsbeamten festgenommen. Er schildert in einem Interview mit AP detalliert, wie er physisch und psychisch mißhandelt wurde, unter anderem mit  einem Elektrostab.

Seit seiner Entlassung lebt Gao bei seinem Bruder und steht unter ständiger Beobachtung durch die Behörden. Obwohl seine Frau durch die Trennung leidet, möchte er in China bleiben.
Quelle: Associated Press

Dienstag, 16. Juni 2015

Ehefrau von chinesischem Pastor von Polizisten angegriffen

Chinesische Polizisten wenden mitunter grundlos Gewalt an. An der folgenden kleinen Begebenheit kann kaum ein Zweifel bestehen.

Während der Abwesenheit ihres Ehemannes, Pastor Wang Zhongliang, drangen am 27. Mai 2015 zwei Polizeibeamte gewaltsam in das Haus seiner Frau ein, um es zu durchsuchen. Als sie nach einem Durchsuchungsbefehl fragte, wurde sie von einem der Polizisten geschlagen. Je mehr sie um Hilfe rief, umso mehr wurde sie geschlagen. Schließlich wurde sie auf das Bett gestoßen und ihr Mund, ihre Hände und Füße wurden mit Klebeband verklebt. Die Namen der beiden Polizisten seien Zhang and Su, und Su zeichnete die Mißhandlung auf Video auf.

Schließlich kam ihr ein Nachbar zu Hilfe. Dann wurde sie zur Polizeiwache gebracht und die beiden leugneten, sie geschlagen zu haben.

Ein Journalist von China Aid nahm Kontakt mit der örtlichen Polizeiwache auf. Ihm wurde gesagt, er solle sich an eine „höhere Instanz“ wenden, um Informationen zu diesem Fall zu erhalten.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht auf China Aid.


Sonntag, 21. Dezember 2014

Razzien bei religiösen Unterweisungen in Sichuan und Dalian

Am 25. November 2014 fand eine Schulung in Religion und Recht in der Provinz Sichuan statt, an der etwa 20 Mitglieder der Kirche teilgenommen hatten. Nach kurzer Zeit kamen Beamte der örtlichen Polizei und beschlagnahmten das Eigentum der Gläubigen und nahmen acht Personen für 15 Tage in Haft.

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich Ende Oktober in Dalian im Nordosten Chinas ereignet, als Pastor Guo dort einen Kurs abhielt. Mehr als hundert Beamte der Polizei und des Büros für religiöse Angelegenheit überfielen den Unterrichtsraum. Zwei Gläubige wurden geschlagen und verhaftet, jedoch am nächsten Tag wieder nach Intervention durch einen Menschenrechtsanwalt wieder freigelassen.

Hier finden Sie die Originalmeldung von China Aid sowie ein Foto von Pastor Guo.

Sonntag, 16. November 2014

Chinesen verteidigen Kirche gegen 500 Polizisten


In China geht der Staat immer wieder mit Gewalt gegen Kirchen und vor allem gegen „zu sichtbare“ Kreuze vor. So geriet Mitte dieses Jahres die ShuiTou Kirche von Pingyang (Provinz Zhejiang) wegen des großen Kreuzes ins Visier der Behörden.

Die Christen bewachten deshalb seit 33 Tagen ihre Kirche rund um die Uhr. In den frühen Morgenstunden des 21. Juli 2014 rückten ca. 500 Polizisten mit einem Abbruchtrupp an und griffen die Christen mit Schlagstöcken und Faustschlägen an. Zahlreiche Christen wurden schwer verletzt. Dennoch mußte sich die Polizei nach ca. einer Stunde zurückziehen.

Lesen Sie den ausführlichen Artikel mit zwei Bildern von Verletzten und einem kleinen Video hier.