Seiten

Sonntag, 8. Februar 2015

Mitglieder der kommunistischen Partei Chinas dürfen keiner Religion angehören

Wenig bekannt ist, daß Mitglieder der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) keiner Religion angehören dürfen. Dies  sei ein ideologischer Grundsatz, der von der KPCh seit ihrer Gründung beachtet worden sei, wurde von Zhu Weiqun, einem Mitglied des nationalen Volkskongresses im November letzten Jahres bestätigt. Insbesondere ging es dabei um das Christentum. Parteimitgliedschaft und Weltsicht hätten bei Kommunisten übereinzustimmen, bekräfigte Zhu Weiqun. Für Religion gebe es da keinen Platz.

Die KPCh ist insgesamt die mitgliederstärkste Partei der Welt mit etwa 78 Mio. Mitgliedern.
Mehr Informationen dazu auf katholisches.info.

Dienstag, 3. Februar 2015

Chinesischer Untergrundbischof im Alter von 94 Jahren in Haft gestorben

Wie das katholische Nachrichtenportal kath.net heute berichtet, ist ein chinesischer Untergrundbischof mit 94 Jahren in Haft gestorben.

Bischof Cosmas Shi Enxiang wurde in China wiederholt inhaftiert oder in Lager verbracht. Sein „Vergehen“ dafür war wohl nur, daß er 1982 im Geheimen zum katholischen Bischof geweiht worden war und sich der Untergrundkirche in Gemeinschaft mit dem Papst zugehörig fühlte. Mehr dazu ist zu lesen auf kath.net, wo auch ein kleines Foto des nun verstorbenen Bischofs 
zu sehen ist.

Foto: Frömmigkeit von chinesischen Untergrundchristen

Sonntag, 25. Januar 2015

Razzia auf Hauskirchenversammlung in Nanchong am 20. Januar 2015

Letzten Dienstag wurde eine Hauskirchenversammlung mit mehr als 70 Personen in Nanchong in der südwestlichen chinesischen Provinz Sichuan  von Dutzenden von Polizisten überfallen. Pastor Zhang Mingxuan, der Präsident des chinesischen Hauskirchen-Allianz, teilte mit, daß die Gläubigen auseinandergetrieben wurden. Mehr als 20 Personen wurden zum Verhör mit auf die Polizeiwache genommen, darunter zwei Pastoren und zwei Missionare. Die Mobiltelefone der Anwesenden wurden beschlagnahmt und acht Personen wurden verhaftet, davon fünf für zwei Wochen und die anderen vier für zehn Tage.

Schließlich wurde auf der Polizeiwache einem der Gläubigen sein Mobiltelefon wieder ausgehändigt, damit er seine Angehörigen benachrichtigen konnte.

Als ein in Hongkong ansässiger Reporter von China Aid die Polizeistation Shaxi über den Vorfall befragen wollte, wurde ihm gesagt, daß das Büro für Öffentliche Sicherheit diesen Fall untersuche.


Originalartikel von China Aid, datiert vom 23. Januar 2015, mit einem Foto des auch festgenommenen Pastors Li Ming hier.

Samstag, 17. Januar 2015

Razzia auf Hauskirche in der Nähe von Peking im Januar 2015

Der Originalbericht datiert vom 15. Januar 2015:
Die Shunyi District Guoshulin Kirche, in der Dutzende von Christen wohnen, die in Peking ihrer Arbeit nachgehen, hielt am Sonntag eine Bibelstunde ab. Es waren etwa 27 Personen anwesend, als über zehn Beamte der Polizeistation Gaoliying die Versammlung auflösen und Anwesende in Gewahrsam nahmen für ein Verhör. Die Polizei beschlagnahmte auch Bibeln und Gesangbücher.

Der Leiter dieser Polizeistation ist Li Jincheng, der die Gemeinde auch im letzten Jahr überfallen hatte. Es wurde den Gläubigen verboten, sich wieder zu versammeln und einer der Gläubigen sagte, daß die Christen am Sonntag um 22.30 Uhr aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurden.

Die Polizei hatte schon lange die Guoshulin Kirche verfolgt und verlangt, daß die Gläubigen eine Kirche besuchen, die von der Regierung genehmigt ist. Die Kirchenmitglieder weigern sich jedoch, eine Drei-Selbst-Kirche zu besuchen.
Bereits am 21. Juli 2014 wurde die Kirche von einem Büro für religiöse Angelegenheiten und von der Polizeistation Gaoliying und anderen Behörden durchsucht.

Davor, im Oktober 2013, wurde eine Versammlung von 25 Gläubigen von mehr als 20 Polizeibeamten aus Gaoliying gesprengt. Diese zerstörten Einrichtungen am Versammlungsort und beschlagnahmten eine größere Zahl von Bibeln.

Hier finden Sie den Originalbericht.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Zeitweise Inhaftierung wegen Verteilens von Evangeliumstexten

Die Christin Cao Xuemei in der Provinz Sichuan, Mitglied der christlichen Hauskirche Yilin, ist am 6. August 2014 nach einer 15-tägigen Haft entlassen worden, in die sie  wegen der wiederholten Verteilung von Evangeliumstexten genommen worden war. In der Haft war sie befragt worden, warum und wie lange sie schon Christin sei und warum sie diese Texte verteilte. Sie wurde belehrt, daß die Verteilung illegal sei und daß es sich um reaktionäre Schriften handle.

Cao sagte in einem Verhör, sie handle in niemandes Auftrag und wolle nur die christliche Botschaft verbreiten.

Ihr Pastor Li Mingbo war vor einem Jahr vor Weihnachten selbst für 15 Tage in Haft genommen worden, weil  er sich geweigert hatte, eine Gebühr für eine Weihnachtsfeier zu zahlen. Der Pastor scheiterte bei dem Bemühen, für Cao einen Anwalt zu erreichen erreichen und erfuhr bei diesem Versuch, daß er wegen seiner pastoralen Tätigkeit von der Polizei auf eine Blacklist der Regierung gesetzt worden war. Aus diesem Grund waren ihm in der Vergangenheit mehrere Anträge verschiedener Art von der Regierung abgelehnt worden.

Der Orginalartikel mit einem Foto von Cao Xuemei ist hier zu finden.

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Provinz Sichuan: Drei Mitglieder einer Hauskirche über Weihnachten inhaftiert

Am 24. Dezember 2014 wurden drei Mitglieder einer Hauskirche in der Provinz Sichuan von der Polizei in Gewahrsam genommen, während sie eine Weihnachtsfeier vorbereiteten. Dabei wurden Musikinstrumente und andere Gegenstände beschlagnahmt.

Einer der Verhafteten wurde nach fünf Tagen entlassen und berichtete, daß die Polizei ihnen nicht eine Weihnachtsfeier verboten habe, doch sollte sie an einem bestimmten Ort abgehalten werden und nicht in einem Privathaus eines der Gläubigen.

In der Langzhong Hauskirche gibt es ständige Verfolgungen, vor allem um die Weihnachtszeit. Im vergangenen Jahr wurde ein Kirchenmitglied für 15 Tage in Haft genommen, weil er eine Weihnachtsfeier vorbereiten wollte.

Im Jahr 2011 wurden fast 200 Gläubige, die sich auf einem öffentlichen Platz zu einer Weihnachtsfeier versammelt hatten, mit Tränengas durch die Polizei vertrieben.

Die vollständige Meldung ist hier zu lesen.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Razzien bei religiösen Unterweisungen in Sichuan und Dalian

Am 25. November 2014 fand eine Schulung in Religion und Recht in der Provinz Sichuan statt, an der etwa 20 Mitglieder der Kirche teilgenommen hatten. Nach kurzer Zeit kamen Beamte der örtlichen Polizei und beschlagnahmten das Eigentum der Gläubigen und nahmen acht Personen für 15 Tage in Haft.

Ein ähnlicher Vorfall hatte sich Ende Oktober in Dalian im Nordosten Chinas ereignet, als Pastor Guo dort einen Kurs abhielt. Mehr als hundert Beamte der Polizei und des Büros für religiöse Angelegenheit überfielen den Unterrichtsraum. Zwei Gläubige wurden geschlagen und verhaftet, jedoch am nächsten Tag wieder nach Intervention durch einen Menschenrechtsanwalt wieder freigelassen.

Hier finden Sie die Originalmeldung von China Aid sowie ein Foto von Pastor Guo.