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Donnerstag, 12. Mai 2022

Kardinal Zen festgenommen, offenbar stundenlang verhört

 Auch vor dem 90-jährigen chinesischen romtreuen Kardinal Zen macht die chinesische Staatsmacht nicht halt. Der  Kardinal wurde von der Polizei festgenommen, offenbar stundenlang verhört und schließlich gegen Kaution freigelassen.

mehr dazu auf kath.net

und noch mehr dazu auf katholisches.info

Dienstag, 1. Juni 2021

"Ob Sie es glauben oder nicht, ich kann Sie totschlagen"

Am 23. Mai 2021 nahm die örtliche Polizei in Guiyang in der  Provinz Guizhou Pastor Yang Hua willkürlich fest. Während seiner Haft verhörte ein Regierungsbeamter Pastor Yang und schlug ihn so heftig, dass ihn das Personal des Rettungsdienstes (EMS) mit einem Krankenwagen in die nächste Notaufnahme brachte.

Insider enthüllten die folgenden Details zum Fall von Pastor Yang:

Zuverlässige Quellen identifizierten den Täter in Zivil nachweislich als Sekretär des Bezirks Yunyan der Zentralen Kommission für Politik und Recht. Laut einem Insider konnte der Sekretär keine Beweise dafür finden, dass Pastor Yang Hua illegale Handlungen begangen hat, dennoch verlor dieser Parteifunktionär die Kontrolle über seine Gefühle. Als er Pastor Yang niederschlug, schrie er: „Glaub es oder nicht, ich kann dich totschlagen.“

„Was immer Sie tun wollen, ist in Ordnung“, sagte Pastor Yang, als er aufstand. „Ich werde mich nicht wehren.

 Der Sekretär begann sofort, Pastor Yang am Hals zu würgen und schlug ihn dann gewaltsam. Als er damit fertig war, Pastor Yang zu verprügeln, stürmte der Sekretär dreist vom Tatort.

Derzeit bleibt Pastor Yang, obwohl er sich in stabilem Zustand befindet, zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus.

Quelle und mehr dazu auf China Aid


Freitag, 3. April 2020

Das Verschwinden von Regimekritikern in China



"Ein Student in China ist verschwunden, nachdem er die regierende Kommunistische Partei des Landes öffentlich zur Abtretung der Macht aufgefordert hatte" schreibt die Epoch Times am 2.4.2020.

aus dem gleichen Artikel:

"Kürzlich verschwand bereits der chinesische Wirtschaftsführer Ren Zhiqiang nachdem er die Reaktion des Regimes auf den Ausbruch kritisiert und zur Redefreiheit aufgerufen hatte."

und noch mehr:

Anfang dieses Monats verbrachte auch ein chinesischer Grundschullehrer zehn Tage in Haft und verlor seine Zulassung als Lehrer, weil er die von den Beamten angegebenen Todeszahlen infrage gestellt hatte.

Quelle und mehr dazu hier.
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Am Wahrheitsgehalt solcher Meldungen kann es keine Zweifel geben. Auch Bernhard Wilden verschwand kurz vor seinem Tod in China für sechs Tage, vermutlich im Arrest der chinesischen Behörden:

Bernhard Wilden schrieb fast täglich eine E-Mail an seine Eltern in Deutschland. 
Im Dezember 2006 trat eine ungewöhnliche e-Mail-Pause ein. 
Am 14.12. schrieb er wie üblich eine e-Mail. Sie war kurz, belanglos und bestand aus zwei Zeilen.
Danach folgte ein Pause von sechs Tagen, und das war ungewöhnlich. Seit Bernhard in China war, gab es keine so lange Zeit, in der er sich nicht gemeldet hatte.
Dann kam die nächste Nachricht am 20.12.2006, die mich sehr erschreckte.

Zwei Tage danach verlor Bernhard sein Leben in Peking.

mehr dazu hier.  

Dienstag, 23. Januar 2018

Zehnstündiger Arrest in Polizeirevier für Teilnahme an Weihnachtsfeier

Der Christ Lou Yuanqi verbrachte am Weihnachtstag zehn Stunden Arrest in einem Polizeirevier, nachdem er in der Nacht zuvor an einer Weihnachtsfeier teilgenommen hatte.
mehr dazu auf China Aid

Mittwoch, 15. Juni 2016

"Ich bin ein Folter-Experte. Ärzte werden nicht feststellen können, woran Sie gestorben sind."

Die Dokumente einer Klage in der chinesischen Provinz Guizhou belegen, daß chinesische Beamte einen inhaftierten Pastor einer Hauskirche gefoltert und sein Leben und seine Familie bedroht haben. 

Der Menschenrechtsanwalt Chen Jiangang veröffentlichte ein Interview zwischen ihm und dem Pfarrer Yang Hua von der Huoshi Kirche, der verhaftet worden war, nachdem er eine Festplatte der Kirche nicht durch staatliche Behörden beschlagnahmen lassen wollte. In dem Interview beschreibt Yang zwei Vorfälle vom 16. März und 15. April, in dem drei bzw. fünf Staatsanwälte  sein Leben bedroht haben. Der Staatsanwalt Ke sagte am 16. März: „Sie sollten besser gestehen.  Ihr Leben ist in meinen Händen. (…) Ich bin ein Folter-Experte. Ich weiß, wie man Sie schlagen kann,  ohne daß jemand an Ihrem Körper etwas bemerkt. Ärzte werden nicht in der Lage sein zu sagen, woran Sie gestorben sind.“ (I’m a torture expert. I know how to beat  you up without leaving a mark on your body for people to see. Doctors won’t be able to diagnose you. Even you won’t know what you died of.“)

Ausführliche Informationen und Dokumente dazu sind im englischsprachigen Original-Artikel einzusehen.

Sonntag, 21. Februar 2016

Chinesische Behörden nehmen Christin in kurzen Arrest und verfolgen wiederholt Hauskirche


Chinesische Behörden nahmen für den Nachmittag des 17.2.2016  Frau Jiang Junying, ein Mitglied der verfolgten Zhongfu Tongxin Kirche in Shantou, fest, als sie auf der Straße Flugblätter über das Evangelium verteilte. Sie verhörten die Frau mehrere Stunden, die aber nichts aussagte, sondern einfach dastand und betete, auch als die anderen ihr Mittagessen zu sich nahmen. Später ließ die Polizei sie gehen.

Schon früher hatten die Behörden Mitglieder dieser Kirche unter Druck gesetzte, damit sie sich der staatliche kontrollierten Drei-Selbst-Bewegung anschließen. Nachdem sie das mehrmals vergeblich versucht hatten, versiegelten die Behörden das Kirchengebäude. Nach einer Petition gaben sie die Kirche wieder frei, installierten Kameras über dem Eingang der Kirche, und zwangen den Vermieter, den Mietvertrag zu kündigen, damit sich die Kirche einen anderen Ort suchen muß.
Quelle: China Aid

Samstag, 7. November 2015

Hausdurchsuchung bei einem christlichen Journalisten in China

Bei dem Christ und ehemaligen Journalist Zan Aizong, der öffentlich über den massenhaften Abriß von Kreuzen auf Kirchen in Zhejiang schrieb, wurde Anfang November wegen des Verdachts der „Untergrabung des Staates“ eine Hausdurchsuchung vorgenommen. Er wurde verhört, und es wurden sein Computer und sein Mobiltelefon beschlagnahmt.
Quelle: South China Morning Post (via China Aid)

Samstag, 31. Oktober 2015

Gläubige in PEKING im Distrikt HAIDIAN in Untersuchungshaft

Bereits im letzten Beitrag (vom 30. Oktober 2015) wurde über diesen Vorfall berichtet. Er spielte sich in Peking im Distrikt Haidian ab. Während einer Zusammenkunft am Sonntag wurden vier Mitglieder der Shouwang Kirche, die bereits seit 2011 verfolgt wird, in Untersuchungshaft genommen.

Nachdem die Behörden beharrlich die Vermieter von Räumen an die Kirchenmitglieder unter Druck gesetzt hatten, hielt die Kirche ihre Versammlungen im Freien ab, am häufigsten im Haidian Park, und auch hier wurden Kirchenmitglieder verhört. Der Pastor Jin Tianming unterlag seit 2011 einer 24-stündigen Überwachung.

Quelle: China Aid

Freitag, 25. September 2015

Pastor in Wenzhou wegen „Gefährdung der nationalen Sicherheit“ festgenommen

Pastor Huang Yizi  aus Wenzhou, Zhejiang war am 1. August  2015 nach einjähriger Haft aus dem Gefängnis entlassen worden und wurde am 14. September erneut inhaftiert. Huang ist nur eine von vielen Einzelpersonen, die gegen die zunehmenden religiösen Beschränkungen Chinas protestiert hatten. Chen Chaohua, ein Religionslehrer der chinesischen christlichen evangelischen Mission, wurde Ende August 2015 für 24 Stunden festgehalten, dann aber weiter verhört. Ein Diakon namens Zhang Zhi wird ebenfalls vermißt. Wie in vielen anderen Fällen wurde die Familie darüber nicht informiert.
In Anhui, einer Provinz nordwestlich von Zhejiang, wurde Pastor Lü Jingyang auf einem Sommerlager für Studenten, das von einer Kirche veranstaltet wurde, am 20. September 2015 inhaftiert. Ebenfalls am 20. September wurde in Anshun, Guizhou eine Razzia auf die Mengyue Kirche durch die örtliche Polizei durchgeführt. Ein hochrangiger Beamter teilte mit, daß die Kirche alle religiösen Aktivitäten zu stoppen habe. Es waren auch Pastoren der staatlichen Drei-Selbst-Bewegung anwesend, die versuchten, die Anwesenden zu überreden, sich ebenfalls der Drei-Selbst-Bewegung anzuschließen.
Quelle: Chinaaid

Donnerstag, 24. September 2015

Anwalt Gao Zhisheng berichtet über seine Haft und die Folter

Der bekannte chinesische Rechtsanwalt Gao Zhisheng war vier Jahre in China inhaftiert und wurde im August 2014 aus dem Gefängnis entlassen. Gao ist Christ und verteidigte Mitglieder der verbotenen spirituellen Bewegung Falun Gong und kämpfte für die Landrechte der Bauern.

Bereits im Jahr 2006 wurde Zhisheng der Subversion beschuldigt und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Dann wurde er auf Bewährung entlassen, aber in regelmäßigen Abständen gefoltert. Nachdem seine Familie im Januar 2009 in die USA geflohen war, wurde Gao wieder von Sicherheitsbeamten festgenommen. Er schildert in einem Interview mit AP detalliert, wie er physisch und psychisch mißhandelt wurde, unter anderem mit  einem Elektrostab.

Seit seiner Entlassung lebt Gao bei seinem Bruder und steht unter ständiger Beobachtung durch die Behörden. Obwohl seine Frau durch die Trennung leidet, möchte er in China bleiben.
Quelle: Associated Press

Freitag, 18. September 2015

Pastor zwei Monate nach Haftentlassung erneut festgenommen

Zwei Monate nach seiner Haftentlassung wurde in Wenzhou/Zhejiang der Pastor Huang Yizi erneut festgenommen. Die Polizei kam zu ihm nachhause und führte ihn ab. Zuvor war er ein Jahr im Gefängnis, weil er mit anderen Christen einen Protest gegen den Abriß eines Kirchenkreuzes organisiert hatte. 
Huang Yizi hatte in den vergangenen Wochen öffentlich über seine Haft berichtet und teilte mit, daß er über hundert Mal verhört worden war und die Verhöre jeweils eine Dauer zwischen einer und sechseinhalb Stunden hatten.
Quelle: Chinaaid

Donnerstag, 10. September 2015

Zhejiang: Zwei Diakone festgenommen und verhört

Chinesische Beamte haben letzten Mittwoch zwei Diakone festgenommen und verhört, nachdem die beiden Tage zuvor wieder Kreuze an Kirchen errichtet worden waren, welche die chinesischen Behörden entfernt hatten. Über einen der Diakone gibt es keine genauen Angaben, der andere wurde fünf Tage lang festgehalten, nachdem fünf oder sechs Beamten in sein Haus eingedrungen waren und ihn verhaftet hatten. 
Insgesamt haben die Behörden nun innerhalb der letzten zwei Wochen 14 Menschen festgenommen, darunter Pastoren, Kirchenälteste und Rechtsanwälte.
Quelle: Chinaaid

Sonntag, 6. September 2015

Chinesin klagt Staatspräsident Xi Jinping an wegen erlittener Folter

Die Chinesin Ma Yongqin hat eine Anklageschrift gegen den Präsident der Volksrepublik China verfaßt. Frau Ma schilderte, daß sie von den chinesischen Behörden mehrmals gefoltert wurde und verschiedentlich festgenommen wurde beim Versuch, Petitionen bei chinesischen Behörden einzureichen. Im Jahr 2007 wurde Frau Ma festgenommen und gefoltert, geschlagen und an ihren Handgelenken für 20 Stunden aufgehängt.
Im Jahr 2012 wurde sie wieder festgenommen, sieben Offiziere schlugen sie am ganzen Körper. Danach wurde sie für 20 Tage inhaftiert, ohne daß dabei die Gesetze beachtet wurden. Das sind nur einige Beispiele für die Folter, die sie unter chinesischen Gerichten und unter der lokalen Regierung aushalten mußte.
Frau Ma hat ihre Klage am 3. September bei einem US-Bezirksgericht in New York eingereicht,
Quelle: Chinaaid

Donnerstag, 27. August 2015

Zwei Hauskirchenmitglieder zwangsweise auf der Straße verhaftet

Ende Juli 2015 wurden in der chinesischen Provinz Guiyang  eine Diakonin und ihr Ehemann zwangsweise in die örtliche Polizeistation gebracht. Dabei wurde die Frau von der Polizei nach dem Verlassen ihres Fahrzeugs außerhalb des Kirchengrundstücks ergriffen, und kurz darauf wurde ihr Mann in der Nähe seines Hauses festgenommen. Sie wurden beschuldigt, illegale Geschäfte zu betreiben. Später am Abend kamen Beamte des Public Security Bureaus in das Haus des Paares und beschlagnahmten Computer und einen USB-Stick.

Während der Ehemann nach Verhör über zwei Tage entlassen wurde, wurde Anklage gegen die Frau erhoben. Die Frau ist immer noch in Haft, und es wird ihr nicht erlaubt, Kontakt mit ihrer Familie aufzunehmen.
Quelle: China-Aid

Montag, 20. Juli 2015

Deutscher Vizekanzler besucht Peking, zuvor viele Festnahmen von chinesischen Anwälten

Der deutsche Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Sigmar Gabriel reiste am 13. Juli 2015 nach Peking. Wenige Tage davor traf Bundesjustizminister Heiko Maas in Peking einen der bekanntesten Menschenrechtsanwälte in China, Mo Shaoping.

Nach dem Besuch von Maas sind über 100 Anwälte, Kanzleimitarbeiter und Aktivisten über das folgende Wochenende in China verschwunden, festgenommen oder zur Polizei vorgeladen worden. Lesen Sie dazu hier: Die Angst der Anwälte 

Der Nachrichtensender N24 schreibt:  Festnahmen in China überschatten Besuch von Gabriel

Am Mittwoch traf Gabriel mit dem Staatspräsident der Volksrepublik China, der auch Generalsekretär der Kommunisten Partei Chinas ist, Xi Jinping zusammen. Gabriel sprach dabei seine Bedenken gegen Chinas jüngst verschärfte Gesetze aus.
Die „WELT“ schreibt dazu: 
"Seit Tagen haben die Pekinger Behörden eine massive und gezielte Verfolgungswelle gegen Menschenrechtsanwälte losgetreten. Nach Angaben von Hongkonger Menschenrechtsorganisationen wurden bis Mittwoch 183 Anwälte und Juristen mit Razzien, Verhören und Drohungen eingeschüchtert. Mindesten zehn seien festgenommen worden und eine Handvoll seitdem verschollen."
Und schließlich berichtet auch China Aid ausführlich über diese Vorgänge. Anwälte und Menschenrechtsaktivisten seien beschuldigt worden, Teil einer kriminellen Bande zu sein und die öffentliche Ordnung zu stören. China Aid schreibt weiter, der chinesische Staatspräsident Xi Jinping habe in den vergangenen zwei Jahren eine aggressive Kampage gegen Dissidenten geführt sowie zivilgesellschaftliche Gruppen unterdrückt, die sozialen Medien verstärkt überwacht und Warnungen gegen die Ausbreitung westlicher Ideen und Einflüsse ausgesandt.
Den vollständigen Artikel von China Aid finden Sie hier, wie immer auf Englisch.

Sonntag, 5. Juli 2015

Kirchenmitglied in der Provinz Sichuan nach Sonntagsgottesdienst verhaftet

Die Polizei in der chinesischen Provinz  Sichuan nahm nach dem Sonntagsgottesdienst der Langzhong Hauskirche am 14. Juni 2015 auf dem Nachhauseweg das Kirchenmitglied  Luo Guangwu für zehn Tage in Polizeigewahrsam in die Polizeistation Hexi. Zwei weitere Mitglieder der Gemeinde wurden für eine Woche zuvor für ein paar Stunden festgenommen worden. Nach dem Verhör waren sie freigelassen worden.

Luos Frau fragte die Polizei telefonisch, warum ihr Mann festgehalten werde, aber sie erhielt nur die Auskunft: „Sie werden bald genug wissen." Später wurde ihr mitgeteilt, ihr Mann habe an „illegalen Aktivitäten“ teilgenommen.

Die Verfolgung der Langzhong Hauskirche geht bis in das Jahr 2011 zurück. Immer wieder werden Christen für mehrere Stunde oder Tage in Polizeigewahrsam genommen und verhört.
Den Originalartikel mit einem Foto von Luo Guangwu finden Sie hier.

Sonntag, 25. Januar 2015

Razzia auf Hauskirchenversammlung in Nanchong am 20. Januar 2015

Letzten Dienstag wurde eine Hauskirchenversammlung mit mehr als 70 Personen in Nanchong in der südwestlichen chinesischen Provinz Sichuan  von Dutzenden von Polizisten überfallen. Pastor Zhang Mingxuan, der Präsident des chinesischen Hauskirchen-Allianz, teilte mit, daß die Gläubigen auseinandergetrieben wurden. Mehr als 20 Personen wurden zum Verhör mit auf die Polizeiwache genommen, darunter zwei Pastoren und zwei Missionare. Die Mobiltelefone der Anwesenden wurden beschlagnahmt und acht Personen wurden verhaftet, davon fünf für zwei Wochen und die anderen vier für zehn Tage.

Schließlich wurde auf der Polizeiwache einem der Gläubigen sein Mobiltelefon wieder ausgehändigt, damit er seine Angehörigen benachrichtigen konnte.

Als ein in Hongkong ansässiger Reporter von China Aid die Polizeistation Shaxi über den Vorfall befragen wollte, wurde ihm gesagt, daß das Büro für Öffentliche Sicherheit diesen Fall untersuche.


Originalartikel von China Aid, datiert vom 23. Januar 2015, mit einem Foto des auch festgenommenen Pastors Li Ming hier.

Samstag, 17. Januar 2015

Razzia auf Hauskirche in der Nähe von Peking im Januar 2015

Der Originalbericht datiert vom 15. Januar 2015:
Die Shunyi District Guoshulin Kirche, in der Dutzende von Christen wohnen, die in Peking ihrer Arbeit nachgehen, hielt am Sonntag eine Bibelstunde ab. Es waren etwa 27 Personen anwesend, als über zehn Beamte der Polizeistation Gaoliying die Versammlung auflösen und Anwesende in Gewahrsam nahmen für ein Verhör. Die Polizei beschlagnahmte auch Bibeln und Gesangbücher.

Der Leiter dieser Polizeistation ist Li Jincheng, der die Gemeinde auch im letzten Jahr überfallen hatte. Es wurde den Gläubigen verboten, sich wieder zu versammeln und einer der Gläubigen sagte, daß die Christen am Sonntag um 22.30 Uhr aus dem Polizeigewahrsam entlassen wurden.

Die Polizei hatte schon lange die Guoshulin Kirche verfolgt und verlangt, daß die Gläubigen eine Kirche besuchen, die von der Regierung genehmigt ist. Die Kirchenmitglieder weigern sich jedoch, eine Drei-Selbst-Kirche zu besuchen.
Bereits am 21. Juli 2014 wurde die Kirche von einem Büro für religiöse Angelegenheiten und von der Polizeistation Gaoliying und anderen Behörden durchsucht.

Davor, im Oktober 2013, wurde eine Versammlung von 25 Gläubigen von mehr als 20 Polizeibeamten aus Gaoliying gesprengt. Diese zerstörten Einrichtungen am Versammlungsort und beschlagnahmten eine größere Zahl von Bibeln.

Hier finden Sie den Originalbericht.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Zeitweise Inhaftierung wegen Verteilens von Evangeliumstexten

Die Christin Cao Xuemei in der Provinz Sichuan, Mitglied der christlichen Hauskirche Yilin, ist am 6. August 2014 nach einer 15-tägigen Haft entlassen worden, in die sie  wegen der wiederholten Verteilung von Evangeliumstexten genommen worden war. In der Haft war sie befragt worden, warum und wie lange sie schon Christin sei und warum sie diese Texte verteilte. Sie wurde belehrt, daß die Verteilung illegal sei und daß es sich um reaktionäre Schriften handle.

Cao sagte in einem Verhör, sie handle in niemandes Auftrag und wolle nur die christliche Botschaft verbreiten.

Ihr Pastor Li Mingbo war vor einem Jahr vor Weihnachten selbst für 15 Tage in Haft genommen worden, weil  er sich geweigert hatte, eine Gebühr für eine Weihnachtsfeier zu zahlen. Der Pastor scheiterte bei dem Bemühen, für Cao einen Anwalt zu erreichen erreichen und erfuhr bei diesem Versuch, daß er wegen seiner pastoralen Tätigkeit von der Polizei auf eine Blacklist der Regierung gesetzt worden war. Aus diesem Grund waren ihm in der Vergangenheit mehrere Anträge verschiedener Art von der Regierung abgelehnt worden.

Der Orginalartikel mit einem Foto von Cao Xuemei ist hier zu finden.