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Mittwoch, 15. Juni 2016

"Ich bin ein Folter-Experte. Ärzte werden nicht feststellen können, woran Sie gestorben sind."

Die Dokumente einer Klage in der chinesischen Provinz Guizhou belegen, daß chinesische Beamte einen inhaftierten Pastor einer Hauskirche gefoltert und sein Leben und seine Familie bedroht haben. 

Der Menschenrechtsanwalt Chen Jiangang veröffentlichte ein Interview zwischen ihm und dem Pfarrer Yang Hua von der Huoshi Kirche, der verhaftet worden war, nachdem er eine Festplatte der Kirche nicht durch staatliche Behörden beschlagnahmen lassen wollte. In dem Interview beschreibt Yang zwei Vorfälle vom 16. März und 15. April, in dem drei bzw. fünf Staatsanwälte  sein Leben bedroht haben. Der Staatsanwalt Ke sagte am 16. März: „Sie sollten besser gestehen.  Ihr Leben ist in meinen Händen. (…) Ich bin ein Folter-Experte. Ich weiß, wie man Sie schlagen kann,  ohne daß jemand an Ihrem Körper etwas bemerkt. Ärzte werden nicht in der Lage sein zu sagen, woran Sie gestorben sind.“ (I’m a torture expert. I know how to beat  you up without leaving a mark on your body for people to see. Doctors won’t be able to diagnose you. Even you won’t know what you died of.“)

Ausführliche Informationen und Dokumente dazu sind im englischsprachigen Original-Artikel einzusehen.

Mittwoch, 18. Mai 2016

Leiter einer Hauskirche in China durch Mitglieder einer Behörde heftig geschlagen

Der  Leiter einer chinesischen Hauskirche in Wenzhou, Er Jiyi,wurde von einer Gruppe der lokalen Kommunistischen Partei heftig geschlagen. Er Jiyi sollte gezwungen werden, eine Klage wegen einem Verwaltungsakt gegen die Kirche zurückzuziehen. Als Er Jiyi sich weigerte, begann ihn Xu Jianyun heftig zu schlagen. Seine Brille fiel vom Kopf und er wurde fast ohnmächtig. Xu hörte erst auf zu schlagen, als andere ihn davon abhielten.  Er Jiyi hat danach den Vorfall schriftlich festgehalten, und sein Bericht ist hier zu lesen (in Englisch).  

Dienstag, 5. April 2016

kath.net über China und das Wachstum des Christentums in dem Land

Der katholische Nachrichtendienst kath.net  berichtet heute über die Gesellschaft in China und gibt  Prognosen für das Wachstum des Christentums dort. Wenn die Voraussagen stimmen,  so habe China bald die  größte christliche Gemeinde der Welt.  Die Kommunistische Partei der Volksrepublik  China sei durch diese Entwicklung beunruhigt und habe deshalb besonders in Wenzhou zahlreiche Kreuze an Kirchen abreißen lassen, ebenso seien sogar ganze Kirchengebäude abgerissen worden.


Quelle: kath.net

Sonntag, 21. Februar 2016

Chinesische Behörden nehmen Christin in kurzen Arrest und verfolgen wiederholt Hauskirche


Chinesische Behörden nahmen für den Nachmittag des 17.2.2016  Frau Jiang Junying, ein Mitglied der verfolgten Zhongfu Tongxin Kirche in Shantou, fest, als sie auf der Straße Flugblätter über das Evangelium verteilte. Sie verhörten die Frau mehrere Stunden, die aber nichts aussagte, sondern einfach dastand und betete, auch als die anderen ihr Mittagessen zu sich nahmen. Später ließ die Polizei sie gehen.

Schon früher hatten die Behörden Mitglieder dieser Kirche unter Druck gesetzte, damit sie sich der staatliche kontrollierten Drei-Selbst-Bewegung anschließen. Nachdem sie das mehrmals vergeblich versucht hatten, versiegelten die Behörden das Kirchengebäude. Nach einer Petition gaben sie die Kirche wieder frei, installierten Kameras über dem Eingang der Kirche, und zwangen den Vermieter, den Mietvertrag zu kündigen, damit sich die Kirche einen anderen Ort suchen muß.
Quelle: China Aid

Dienstag, 16. Februar 2016

Schweizer Missionswerk muß verdeckt Bibeln nach China bringen

In China wächst die Zahl der Christen, doch es sind nicht genug Bibeln für alle erhältlich. Deshalb werden verdeckt Bibeln nach China gebracht, ebenso wie die Missionierung verdeckt erfolgen muß.

Ein Mitarbeiter des Schweizer Missionswerks „Bibeln für China“ berichtet, wie das i.d.R. abläuft:
Die Sicherheit der Christen geht über alles. Das Schema ist einfach. Ein Lieferwagen holt uns ab und wir werden direkt am Eingang der Gemeinde «abgeladen». Man darf nicht vor der Türe stehen bleiben. Dann nehme ich am Gottesdienst teil, halte eine Andacht und sammle Geschichten und Zeugnisse. Zum Schluss verteilen wir Bibeln, ganz schnell, maximal 10 Minuten. Das ist der einzige Moment, bei dem ich einige Fotos machen kann. Die meiste Zeit muss ich versteckt fotografieren. Dann gehen wir gleich weiter, ohne uns noch lange aufzuhalten lassen.
Bitte lesen Sie den gesamten Artikel hier.

Sonntag, 7. Februar 2016

Papst Franziskus schmeichelt Pekinger Kommunisten und schweigt zur Christenverfolgung

Papst Franziskus gewährte Anfang Februar 2016 der Internet-Tageszeitung Asia Times, die dem kommunistischen Regime Chinas nahesteht, ein Interview. Dabei erwähnte er mit keinem Wort die Millionen von Opfern der Volksrepublik Chinas, unter denen sich auch Abertausende von Christen befinden.

Gleich nach seiner Wahl baten Chinas Untergrundkatholiken den jetzigen Papst, daß er keine Kompromisse mit dem Pekinger Regime eingehen möge. Sie hofften, daß er sich der Untergrundkirche annimmt, die seit Jahrzehnten verfolgt wird.
Diese Bitte scheint beim Papst nicht auf viel Gehör gestoßen zu sein.

Das Interview, in dem der Papst Lobeshymnen auf China anstimmt, findet sich hier (in Englisch).

Bitte lesen Sie  mehr dazu auf katholisches.info

Mittwoch, 27. Januar 2016

Schwedischer Staatsbürger aus China ausgewiesen und abgeschoben

Der schwedische Menschenrechtler Peter Dahlin wurde von chinesischen Behörden drei Wochen inhaftiert und danach freigelassen und abgeschoben. Zuvor mußte er im chinesischen Fernsehen ein erzwungenes Geständnis machen, daß er zu Protesten gegen die Regierung angestiftet habe. Es heißt, es sei beispiellos, daß ein Ausländer im chinesischen Fernsehen in einer solchen Weise gedemütigt werde.
Ein Kommentator sagte, er sei dankbar für die Freilassung von Dahlin, doch das dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, daß eine Reihe prominenter chinesischer Menschenrechtsanwälte in Haft blieben und daß die Regierung eine Kampagne fahre gegen Aktivisten und Kritiker.
Quelle: Time via China Aid